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26.07.2026

Palworld Server Einstellungen: was du wirklich ändern musst (2026)

Palworld Server Einstellungen: was du wirklich ändern musst (2026)

Alle Palworld Server Einstellungen stecken in einer einzigen Datei — PalWorldSettings.ini. Und fast jedes Problem damit lässt sich auf zwei Dinge zurückführen: eine falsch formatierte Datei, die der Server stillschweigend ignoriert, und WorldOption.sav, das alles überschreibt, was du eingetragen hast. Seit dem 1.0-Release am 10. Juli 2026 bekomme ich jede Woche dieselben Fragen, also der Reihe nach — wo die Einstellungen liegen, welche wirklich etwas bringen, welche heimlich CPU fressen, und drei fertige Presets zum Abschreiben.

Wenn du deinen Server gerade erst aufsetzt, fang mit der Einrichtungs-Anleitung an — das hier ist die Fortsetzung.

Wo die Einstellungen wirklich liegen

Auf einem Linux-Server liegt die Datei unter Pal/Saved/Config/LinuxServer/PalWorldSettings.ini, unter Windows in Pal\Saved\Config\WindowsServer\PalWorldSettings.ini. Daneben liegt DefaultPalWorldSettings.ini — das ist nur eine Vorlage. Kopier daraus, aber ändere sie nicht, denn der Server liest sie überhaupt nicht.

Das Format ist gnadenlos: die Datei muss exakt zwei Zeilen haben. Zeile eins ist der Header [/Script/Pal.PalGameWorldSettings], Zeile zwei ein einziger OptionSettings=(...) Block mit allen Werten, kommagetrennt. Fehlt ein Komma, ein Anführungszeichen oder eine Klammer, meldet der Server keinen Fehler — er ignoriert einfach die ganze Datei und fährt mit den Defaults hoch. Wenn Einstellungen nicht greifen, prüf zuerst das Format.

Gelesen wird nur beim Start, ein Neustart nach jeder Änderung ist also Pflicht. Die vollständige Parameterliste steht in der offiziellen Dokumentation.

Die Falle: WorldOption.sav

Das ist die größte Frustquelle und kaum jemand erwähnt sie. Sobald die Welt einmal generiert ist, kopiert der Server die meisten Welt-Einstellungen in WorldOption.sav und liest sie ab da von dort — nicht mehr aus der .ini. Du kannst ExpRate ändern so oft du willst, im Spiel passiert nichts.

Die Ausnahmen sind alles, was nicht zur Welt gehört: Servername, Passwörter, Ports und Slotanzahl kommen weiterhin aus der PalWorldSettings.ini. Deshalb greifen manche Einstellungen und andere nicht — und deshalb denken viele, die Datei sei kaputt.

  • WorldOption.sav löschen — Server stoppen, den kompletten Save-Ordner sichern, WorldOption.sav löschen, neu starten. Der Server baut sie aus deiner .ini neu auf. Das Backup ist nicht optional.
  • palworld-worldoptions — ein Tool, das aus deiner PalWorldSettings.ini eine passende WorldOption.sav erzeugt. Das nehme ich, wenn auf der Welt schon Spielstunden liegen und ich sie nicht anfassen will.

Die Rates, die das Spielgefühl wirklich ändern

Von rund hundert Einstellungen entscheiden diese paar, wie sich der Server anfühlt. Alle stehen per Default auf 1.000000, sofern nicht anders angegeben; die komplette Liste mit Defaults führt das Palworld Wiki.

  • ExpRate — XP-Multiplikator für Spieler und Pals. Für eine Gruppe, die zwei bis drei Stunden pro Woche spielt, setze ich 1.5 bis 2.0. Über 3.0 und ihr habt den Tech-Tree am ersten Wochenende durch.
  • PalCaptureRate — wie leicht Pals in die Sphere gehen. 1.5 ist angenehm, bei 2.0 gibt es praktisch kein Risiko mehr.
  • PalEggDefaultHatchingTime — Default sind 72 Stunden. Zweiundsiebzig. Auf einem privaten Server ist das das Erste, was ich runtersetze, meist auf 1 oder 2.
  • DeathPenalty — Default ist All, du verlierst also alles. Möglich sind None, Item, ItemAndEquipment und All. Für Koop mit Freunden nehme ich Item.
  • NightTimeSpeedRate — die Nacht ist der langweiligste Teil des Spiels. 2.0 halbiert sie und beschwert hat sich noch niemand.
  • WorkSpeedRate und CollectionDropRate — Arbeitstempo der Pals in der Basis und Drops von Erz und Bäumen. 1.5 auf beiden nimmt den Grind raus, ohne das Spiel sinnlos zu machen.

Name, Passwörter, Slots und Crossplay

Diese Einstellungen fasst WorldOption.sav nicht an, du änderst sie also immer in der .ini und sie greifen immer.

  • ServerName und ServerDescription — das sehen die Leute in der Community-Liste. Bei einem öffentlichen Server steht hier der Name, unter dem man dich findet.
  • AdminPassword — Default ist leer. Setz es sofort: ohne Passwort hast du keine Admin-Befehle, und auf einem öffentlichen Server ist ein leeres Passwort eine offene Tür.
  • ServerPassword — leer für öffentlich, gesetzt für privat.
  • ServerPlayerMaxNum — Bereich 1 bis 32. Setz den Wert explizit; die Quellen sind sich beim Default nicht einig, verlass dich also nicht darauf.
  • CrossplayPlatforms — Default sind Steam, Xbox, PS5 und Mac. Lass das so, außer du willst bewusst eine Plattform aussperren.

Eine Sache überrascht immer wieder: Konsolenspieler können keine IP-Adresse eingeben. PS5 und Xbox sehen nur Server aus der In-Game-Community-Liste. Ist dein Server privat und versteckt, kommt man von der Konsole schlicht nicht drauf.

Einstellungen, die dir heimlich die Performance killen

Ein Palworld-Server geht nicht an der Spielerzahl kaputt, sondern an der Menge dessen, was er simulieren muss. Diese vier richten den meisten Schaden an.

  • BaseCampWorkerMaxNum — Anzahl der Pals, die in einer Basis arbeiten, Default 15. Das ist die Einstellung mit dem größten Performance-Einfluss: jeder Arbeiter bedeutet Pathfinding, Hunger-Ticks und Aufgabenverteilung im Sekundentakt. Über 20 merkt man es deutlich. Aus der Praxis — über die Versionen hinweg war der Wert zeitweise unzuverlässig, prüf nach der Änderung also im Spiel, ob sie wirklich angekommen ist.
  • BaseCampMaxNum — Default 128, und das gilt für den ganzen Server, nicht pro Spieler. Wenn zehn Leute gern bauen, ist das die erste Zahl, die du senkst.
  • PalSpawnNumRate — wie viele wilde Pals die Welt hält. Auf 0.7 gesetzt läuft der Server spürbar ruhiger und die Welt wirkt trotzdem lebendig.
  • DropItemMaxNum — Default sind 3000 Items am Boden. 2000 reicht völlig und nimmt ordentlich Last raus.

Und eine, die keine Rate ist: bEnableInvaderEnemy=False schaltet die Basis-Angriffe ab. Das ist für sich genommen der größte Gewinn an Stabilität, denn das Invader-System hängt mit einem Memory Leak zusammen, durch den der RAM-Verbrauch steigt, bis der Server abstürzt. Ausführlich habe ich das im Text über RAM beschrieben.

Drei fertige Presets

Das sind Werte, die ich tatsächlich setze. Alles, was nicht aufgeführt ist, bleibt auf Default.

Chill Koop — die Gruppe, die am Wochenende spielt

  • ExpRate 2.0, PalCaptureRate 2.0, WorkSpeedRate 1.5
  • PalEggDefaultHatchingTime 1, NightTimeSpeedRate 2.0
  • DeathPenalty None, bEnableInvaderEnemy False

Ausgewogen — Vanilla-Gefühl mit weniger Grind

  • ExpRate 1.5, PalCaptureRate 1.5, CollectionDropRate 1.5
  • PalEggDefaultHatchingTime 4, DeathPenalty Item
  • BaseCampWorkerMaxNum 15, DropItemMaxNum 2000

Hardcore — für Leute, die es wehtun lassen wollen

  • ExpRate 1.0, PalCaptureRate 1.0, PalEggDefaultHatchingTime 72
  • DeathPenalty All, PlayerDamageRateDefense 0.7
  • bEnablePlayerToPlayerDamage True

Admin: RCON ist tot, nimm die REST API

Wenn du nach Palworld Admin-Befehlen suchst, sagen dir die meisten Anleitungen, du sollst RCON aktivieren. Das ist veralteter Rat. In der offiziellen Dokumentation steht wörtlich, dass RCON deprecated ist, dass die REST API empfohlen wird und dass RCON in einem der nächsten Updates aufhören wird zu funktionieren.

Die REST API aktivierst du mit RESTAPIEnabled=True und RESTAPIPort=8212, authentifiziert wird per HTTP Basic mit dem Benutzer admin und deinem AdminPassword. Du bekommst info, metrics, announce, kick, ban, save und shutdown — alles als sauberes JSON, für Skripte und Monitoring deutlich angenehmer als RCON es je war.

Eine Warnung, die auch in den offiziellen Docs steht: die REST API ist nicht dafür gebaut, im Internet zu stehen. Basic Auth läuft über einfaches HTTP, wer also Port 8212 mit deinem Passwort erreicht, dem gehört der Server. Halt ihn auf localhost oder hinter einer Firewall.

Befehle im Spiel laufen weiterhin mit Schrägstrich: /ShowPlayers, /Save, /Broadcast, /KickPlayer, /BanPlayer, /Shutdown. Die vollständige Liste steht in den offiziellen Docs.

Was du dir sparen kannst

  • Fass DefaultPalWorldSettings.ini nicht an. Der Server liest sie nicht. Kopier daraus und ändere PalWorldSettings.ini.
  • Kopier nicht blind aus Generatoren. Online-Generatoren sind nützlich, geben aber einen Block für die Version aus, für die sie geschrieben wurden. Gleich vorher mit der Wiki-Liste ab.
  • Mythos: 32 bei ServerPlayerMaxNum heißt 32 Spieler. Tut es nicht. Die Slotzahl ist die Erlaubnis, der RAM ist die Realität.
  • Dreh BaseCampWorkerMaxNum nicht auf 50. Sehe ich ständig. Du bekommst die Traumfabrik und einen Server, der am Pathfinding erstickt.
  • Starte keinen Server mit leerem AdminPassword. Keine Admin-Befehle, und öffentlich steht er offen.

Wo du das alles laufen lässt

Die Einstellungen sind kostenlos — aber nur so gut wie die Maschine darunter. BaseCampWorkerMaxNum, Slotanzahl und Stabilität sind am Ende eine Frage von RAM und CPU-Takt. Bei mir auf mcbalkan bekommst du vollen Zugriff auf die PalWorldSettings.ini und die Konsole, ohne Einschränkungen bei dem, was du ändern darfst, die Maschinen stehen in Deutschland (niedriger Ping für DACH), und wenn's hakt, schreibst du direkt mir — kein Ticketsystem, kein Bot. Zum Palworld-Hosting.